Transittag und Ruhezeit
Wir brachen im Laufe des Vormittags unser Zelt in Bohinj ab und machten uns auf den Weg nach Bovec, dass am westlichen Ende des Triglav Nationalparks liegt. Für die Fahrt mit dem Auto brauchten wir über den Pass ca. 3h.
Das an der Soca gelegene Bovec ist ein Kajak Hot Spot. So ziemlich jeden den man hier antrifft hat ein Kajak auf seinem Bus und eine plektrumförmige Neopreschürze um den Bauch. Aber laut Reiseführer soll die Region auch für Wanderer (und wen es interessiert auch für Fallschirmspringer und Gleitschirmflieger) interessant sein. Canyoning geht hier glaub eh überall. weiter lesen...
Tour zum Crno See
Für unseren letzten Tag in Bohinj haben wir uns noch eine besonders schöne, dafür aber nicht ganz so lange Tour ausgesucht. Es ging zum Crno Jezero (Grüner See). Von Ukanc aus führte uns der Weg erst mal an einigen schönen (Ferien)Häusern vorbei durch den Wald ans Talende in Richtung Savica Wasserfall. Mit großer Verwunderung mussten wir feststellen, dass sich direkt am Wasserfall noch mal ein Parkplatz befindet. Wir hätten uns also 30min durch den Wald getigere sparen können, aber gut…
Tour zum Vogel
Kajaktrip
Bergsteigen ist nicht alles! So folgten wir auch am dritten Arschlochbeingenesungstag der “bloß nichts runter laufen” Dewiese und schoben einen Kajaktrip über den See und dann die Sava Bohinjke zum Campingplatz hinunter ein. Unser Campingplatz hat nämlich zufälligerweise einen Kajakanlegeplatz und der will ja schließlich auch genutzt werden.
Vor den Toren zu unserem Camping hat sich ein “Alpine Adventure Center” eingerichtet, dass den adrenalinsüchtigen Bergtourist jeden Rafting, Kajaking, Canyoning und Extreme Sporting Wunsch von den Augen abließt, ihn in einen Neoprenanzug steckt um Ihn dann ins kalte rauschende Bergnass zu werfen.
Uns reizte das vor allem, da wir uns gemütlich mit Kajak an den See fahren lassen konnten und dann am Ende der Tour einfach aus dem Boot aussteigen müssen und ab ab unter die Dusche (nix mit zurückfahren!). Klasse Sache!
Runde um den Bohinj See
Wir haben uns sicherheitshalber dazu entschieden mein Knie am Arschlochbein noch weiter etwas zu schonen und auf lange Abstiege (und leider damit auch auf die verbundenen Bergtouren) zu verzichten. Kurzerhand ging es heute daher auf einer Route um den Bohinj See. Da Seen naturgemäß im Wasser liegen waren hier keine all zu großen Auf- und Abstiege zu befürchten.
Geparkt haben wir direkt am See auf einen der Touriparkplätze. Man kann hier bei den Touriinfos eine Bohinj Card für 10,- erwerben. Damit bekommt man mancherorts Vergünstigungen und vor Allem kann man fast überall für umme parken. Da stellt man sich auch gerne mal auf einen Parkplatz, der etwas näher am Aussichtspunkt ist als sonst.
Ruhetag
Übrigens: das “klein” in “kleine Wehwehchen” bezieht sich nicht auf den Schmerz sondern auf das schmerzende Körperteil. Kleine Wehwehchen sind folgerichtig also kleine Körperteile, die höllisch weh tun!
Damit sich mein Arschlochbein erst mal erholen kann haben wir vorsichtshalber einen Ruhetag eingelegt.. Ausschlafen, in Ruhe Frühstücken, chillen und den Ort Bled anschauen. Bled ist hier sowas wie die Touristenhauptstadt (mit 5.000 Einwohnern weiß ich leider nicht ob das in Slowenien schon eine Stadt ist) und liegt ebenfalls direkt am See. Bled ist ganz schön und sicher einen kleinen Ausflug wert, wer sich bei seinem Slowenien Trip aber hauptsächlich auf alpine Erlebnisse einstellt, verpasst hier aber nichts.
Rundwanderung Haus Vogar
Ich habe ein neues Arschlochbein: das rechte. Nachdem ich mir gestern erfolgreich eine Blase in meinen Knöchel implantiert habe kam heute noch schmerzhaftes Ziehen am rechten Außenknie (also rechts außen am rechten Knie) dazu. Irgendwo zwischen Sehne und Kniekehle tut bei jedem Schritt, bei dem ich das Knie beuge und belaste, ein Muskel weh dessen Namen ich nicht kenne. Die Schmerzen sind prinzipiell auszuhalten nur ist es beim wandern eben so, das Schmerzen die bei jedem Schritt auftreten, recht häufig auftreten, weil man ja die ganze Zeit am Laufen ist. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hab ich auch noch ein ziehen am rechten Oberschenkelansatz (auch bei jedem Schritt), dass ist im Vergleich zu den Schmerzen Knie aber wirklich vernachlässigbar, sei an dieser Stelle aber der Vollständigkeit halber erwähnt…
Nun aber genug gejammert, zur Tour:
Tour zur Hütte: Oroznova Koca
Unsere erste Slowenische Bergtour führte uns auf die Hütte “Oroznova Koca” (1.350m) (keine Ahnung wie man das ausspricht…). Wir wollten es am ersten Tag etwas ruhiger angehen lassen und haben uns deshalb die Option den Crna Prst (1844m) zu besteigen noch offen gelassen.
Wir starteten gegen 10:00 Uhr bei 29,5°C Lufttemperatur direkt vom Camping Platz aus. Es ging erst mal durch den Ort Bhinjska Bistrica (520m) und dann über Kuhweiden an einem schönen kleinen Gedenkfriedhof vom 1. Weltkrieg vorbei. Den Großteil der Strecke zur Oroznova Koca geht man im Wald. Dieser Tatsache verdanken wir übrigens den ausgebliebenen Hitzeschlag. Das Thermometer stieg zwischenzeitlich nämlich auf gefühlte 45°C und reelle 36°C. Die Strecke ist zwar steil aber recht angenehm zu gehen und bietet trotz der Bewaldung sehr viel schöne Blicke ins Tal, auf den Bohinj See und vor allem auf die Julischen Alpen. Man sieht, wenn das Wetter mitspielt sogar den Triklav (Sloweniens höchster Berg mit ca. 2.800m). Man erkennt den Kamerad in der Regel daran, dass er der einzige Berg am Horizont ist an dem die Wolken kleben wie Reis am Topfboden nachdem er 5h gekocht wurde.

- Friedhof kurz hinter Bhinjska Bistrica
erster Tag
Der erste Tag galt der Urlaubseinstimmung… Slackline und Hängematte aufhängen, Strom verlegen, Einkaufen, Schauen ob die Frisbee noch fliegt, die Tour für den nächsten Tag planen und ausspannen… Devise: “Erst mal ankommen”… Ist echt nett hier!
Anfahrt
Die Anfahrt verlief recht Ereignislos, erst beschissenes Wetter in Deutschland, dann kurzer Abstecher zu Bene, der gerade dafür sorgte, dass alle Besucher des Chiemsee Reggae Summer 2009 auch das Festival Gelände finden (immer noch beschissenes Wetter), dann Österreich (genau! Österreich in beschissenem Wetter) und schließlich Slowenien.
Am Bohinj See gibt es zwei Campingplätze (Wildcampen ist in Slowenien leider nicht erlaubt!). Einer liegt im westlichen Teil des Tals direkt am See und der andere etwas früher am Fluss, der zwischen dem Bohinj See und Bled verläuft. Wir steuerten zuerst den erstgenannten an, Seeblick vom Zelt aus war doch sehr verlockend. Dieser war aber leider recht voll und außerdem “unwegsam”. Wir hätten uns zwischen Wurzeln und Steinen als Untergrund für unser neues Zelt entscheiden müssen… Hinzu kommt noch, dass die sanitären Einrichtungen einen etwas schmuddelligen Eindruck gemacht haben. Kurzentschlossene Abfahrt zum anderen Campingplatz (Camp Danica). weiter lesen...
und tschüss..
Morgen geht’s endlich in den lang ersehnten und wohlverdienten Sommerurlaub,.. nach Slowenien. Zelt, Bergstiefel, Kühlbox, Schalfsack und nicht zu vergessen, die Hängematte, sind eingepackt,… außerdem Auto voll getankt, I-Pods gefüllt und Sonnenbrille geputzt.
Die Sonnenstrahlen mögen unsere Häupter küssen!
Morgen früh geht es als erstes mal nach Bohinj in den Julischen Alpen nahe Bled (ca. 750km Autofahrt von Freiburg aus und 550km von Göppingen aus). Nachdem wir hoffentlich schnell einen gemütlichen Platz zum häuslich/zeltlich einrichten gefunden haben geht’s die ersten Tage vorraussichtlich in die Berge und dann mal sehen… Genaue Touren haben wir noch nicht geplant. Wir schaun erst wo wir nun letzten Endes landen planen genaueres vor Ort… FREU!








