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Nach Empfehlung haben wir den Campingplatz “Simonhof” angesteuert… Eine gute Wahl. Ich will mich nicht all zu lange mit dem Thema aufhalten, aber es ist nicht immer einfach gute Plätze, fern von Parkplatznischen und Massentourismus zu finden, daher hier ein kleiner Geheimtipp:
Der Camping Platz liegt etwas außerhalb von Ramsau nahe des “Taubensees”, leider aber nicht an dem See selbst, aufm etwa 900m ü. NN. Das ist etwa 300m höher als der Königsee. Das scheint auf den ersten Blick unrelevant, macht sich aber was die Temperatur angeht aber deutlich bemerkbar. am Campingplatz war es oft 2-3° kälter als am Königsee oder in Berchtesgaden selbst. Ihr könnt mir glauben, bei einem Sommerurlaub bei dem man sich schon über 20° Außentemperatur freut ist das durchaus von bedeutender Relevanz.
Link zu Google-Maps: http://maps.google.de/places/de/ramsau-bei-berchtesgaden/am-taubensee/19/-simonhof?gl=de
WebLink: http://www.camping-simonhof.de/
Aber fürs Wetter konnten wir ja nichts. Der Platz selber ist sehr nett, beschaulich, ruhig, sauber und selbst in der Hauptsaison noch erschwinglich, deswegen aber nicht veraltet (sieht man mal vom Aufenthaltsraum ab). Die Einrichtungen wurden sowie die Ganze Anlage augenscheinlich immer gepflegt.
Kleines Manko meinerseits: Es wird kein Internetzugang angeboten, was meiner Ansicht aber in innerdeutschen UMTS-Grenzen zu verkraften ist (Teathering sei Dank).
Aussicht vom Platz:
PS: der Stromverbrauch wird sogar nach tatsächlichem Verbrauch abgerechnet, jeder Platz hat einen eigenen Stromzähler… Fairplay!
Ich habe mich dazu entschlossen zukünftig nur noch Tourenberichte zu schreiben. Zum einen kostet das ganze extrem viel von der kostenbaren Erholungszeit und zum anderen ist der Datenschutzgedanke auch zu mir weiter vorgedrungen.
Nichts desto trotz eine kurze Einführung: Wir sind in diesem Jahr im Berchtesgadener Land [Update] und den Lienzer Dolomiten unterwegs… Wieder mit Zelt und Auto, daher nachfolgend nur Tagestouren.
Ich habe technisch etwas aufgerüstet und lasse nun bei den Touren einen GPS-Tracker mitlaufen (Für den es interessiert: MyTracks für Android – QR nebenan). Die Software läuft ganz zuverlässig, wenn auch noch nicht perfekt. Das liegt daran, dass hin und wieder das GPS Signal abbricht und der Mitschnitt damit unterbrochen wird. Außerdem ist die Akkuleistung meines HTC heros bei laufendem GPS schnell an seiner Kapazitätsgrenze. Das Problem konnte ich aber mit der Abschaltung des Telefons umgehen (Flugmodus). Wenn rein der GPS-Empfänger und die Tracking Software läuft hält der Akku etwa 8-10h, das ist für die meisten Touren ausreichend (zumindest solange man sich nicht verläuft).
Wie gesagt alles noch in der Erprobung, daher bitte ich um Nachsicht sollte ich samt an der Perfektion vorbei schrammen…
Wir brachen im Laufe des Vormittags unser Zelt in Bohinj ab und machten uns auf den Weg nach Bovec, dass am westlichen Ende des Triglav Nationalparks liegt. Für die Fahrt mit dem Auto brauchten wir über den Pass ca. 3h.
Das an der Soca gelegene Bovec ist ein Kajak Hot Spot. So ziemlich jeden den man hier antrifft hat ein Kajak auf seinem Bus und eine plektrumförmige Neopreschürze um den Bauch. Aber laut Reiseführer soll die Region auch für Wanderer (und wen es interessiert auch für Fallschirmspringer und Gleitschirmflieger) interessant sein. Canyoning geht hier glaub eh überall. weiter lesen...
Für unseren letzten Tag in Bohinj haben wir uns noch eine besonders schöne, dafür aber nicht ganz so lange Tour ausgesucht. Es ging zum Crno Jezero (Grüner See). Von Ukanc aus führte uns der Weg erst mal an einigen schönen (Ferien)Häusern vorbei durch den Wald ans Talende in Richtung Savica Wasserfall. Mit großer Verwunderung mussten wir feststellen, dass sich direkt am Wasserfall noch mal ein Parkplatz befindet. Wir hätten uns also 30min durch den Wald getigere sparen können, aber gut…
Bergsteigen ist nicht alles! So folgten wir auch am dritten Arschlochbeingenesungstag der “bloß nichts runter laufen” Dewiese und schoben einen Kajaktrip über den See und dann die Sava Bohinjke zum Campingplatz hinunter ein. Unser Campingplatz hat nämlich zufälligerweise einen Kajakanlegeplatz und der will ja schließlich auch genutzt werden.
Vor den Toren zu unserem Camping hat sich ein “Alpine Adventure Center” eingerichtet, dass den adrenalinsüchtigen Bergtourist jeden Rafting, Kajaking, Canyoning und Extreme Sporting Wunsch von den Augen abließt, ihn in einen Neoprenanzug steckt um Ihn dann ins kalte rauschende Bergnass zu werfen.
Uns reizte das vor allem, da wir uns gemütlich mit Kajak an den See fahren lassen konnten und dann am Ende der Tour einfach aus dem Boot aussteigen müssen und ab ab unter die Dusche (nix mit zurückfahren!). Klasse Sache!
Wir haben uns sicherheitshalber dazu entschieden mein Knie am Arschlochbein noch weiter etwas zu schonen und auf lange Abstiege (und leider damit auch auf die verbundenen Bergtouren) zu verzichten. Kurzerhand ging es heute daher auf einer Route um den Bohinj See. Da Seen naturgemäß im Wasser liegen waren hier keine all zu großen Auf- und Abstiege zu befürchten.
Geparkt haben wir direkt am See auf einen der Touriparkplätze. Man kann hier bei den Touriinfos eine Bohinj Card für 10,- erwerben. Damit bekommt man mancherorts Vergünstigungen und vor Allem kann man fast überall für umme parken. Da stellt man sich auch gerne mal auf einen Parkplatz, der etwas näher am Aussichtspunkt ist als sonst.
Übrigens: das “klein” in “kleine Wehwehchen” bezieht sich nicht auf den Schmerz sondern auf das schmerzende Körperteil. Kleine Wehwehchen sind folgerichtig also kleine Körperteile, die höllisch weh tun!
Damit sich mein Arschlochbein erst mal erholen kann haben wir vorsichtshalber einen Ruhetag eingelegt.. Ausschlafen, in Ruhe Frühstücken, chillen und den Ort Bled anschauen. Bled ist hier sowas wie die Touristenhauptstadt (mit 5.000 Einwohnern weiß ich leider nicht ob das in Slowenien schon eine Stadt ist) und liegt ebenfalls direkt am See. Bled ist ganz schön und sicher einen kleinen Ausflug wert, wer sich bei seinem Slowenien Trip aber hauptsächlich auf alpine Erlebnisse einstellt, verpasst hier aber nichts.
Ich habe ein neues Arschlochbein: das rechte. Nachdem ich mir gestern erfolgreich eine Blase in meinen Knöchel implantiert habe kam heute noch schmerzhaftes Ziehen am rechten Außenknie (also rechts außen am rechten Knie) dazu. Irgendwo zwischen Sehne und Kniekehle tut bei jedem Schritt, bei dem ich das Knie beuge und belaste, ein Muskel weh dessen Namen ich nicht kenne. Die Schmerzen sind prinzipiell auszuhalten nur ist es beim wandern eben so, das Schmerzen die bei jedem Schritt auftreten, recht häufig auftreten, weil man ja die ganze Zeit am Laufen ist. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, hab ich auch noch ein ziehen am rechten Oberschenkelansatz (auch bei jedem Schritt), dass ist im Vergleich zu den Schmerzen Knie aber wirklich vernachlässigbar, sei an dieser Stelle aber der Vollständigkeit halber erwähnt…
Nun aber genug gejammert, zur Tour:
Unsere erste Slowenische Bergtour führte uns auf die Hütte “Oroznova Koca” (1.350m) (keine Ahnung wie man das ausspricht…). Wir wollten es am ersten Tag etwas ruhiger angehen lassen und haben uns deshalb die Option den Crna Prst (1844m) zu besteigen noch offen gelassen.
Wir starteten gegen 10:00 Uhr bei 29,5°C Lufttemperatur direkt vom Camping Platz aus. Es ging erst mal durch den Ort Bhinjska Bistrica (520m) und dann über Kuhweiden an einem schönen kleinen Gedenkfriedhof vom 1. Weltkrieg vorbei. Den Großteil der Strecke zur Oroznova Koca geht man im Wald. Dieser Tatsache verdanken wir übrigens den ausgebliebenen Hitzeschlag. Das Thermometer stieg zwischenzeitlich nämlich auf gefühlte 45°C und reelle 36°C. Die Strecke ist zwar steil aber recht angenehm zu gehen und bietet trotz der Bewaldung sehr viel schöne Blicke ins Tal, auf den Bohinj See und vor allem auf die Julischen Alpen. Man sieht, wenn das Wetter mitspielt sogar den Triklav (Sloweniens höchster Berg mit ca. 2.800m). Man erkennt den Kamerad in der Regel daran, dass er der einzige Berg am Horizont ist an dem die Wolken kleben wie Reis am Topfboden nachdem er 5h gekocht wurde.

Der erste Tag galt der Urlaubseinstimmung… Slackline und Hängematte aufhängen, Strom verlegen, Einkaufen, Schauen ob die Frisbee noch fliegt, die Tour für den nächsten Tag planen und ausspannen… Devise: “Erst mal ankommen”… Ist echt nett hier!